Swami Sivananda

Swami SivanandaGeburt und Kindheit

Am 8. September 1887, wurde in den frühen Morgenstunden ein Junge im Dorf Pattamadai in Südindien geboren. Seine glücklichen Eltern nannten dieses letztgeborene Kind von insgesamt drei Söhnen Kuppuswamy.

Kuppuswamy war sehr intelligent und spitzbübisch. Er hatte Mitleid mit den Armen und veranlasste seinen Vater, vorbeiziehenden Armen Kuchen zu reichen. An der Rajah's High School, Etayapuram, wo er studierte, heimste er alljährliche Preise und Bestnoten ein. Nach seinem Abitur studierte er am S.P.G. College in Tiruchirapalli.

Nach dem Abschluss des ersten Kunstsemesters ging Kupusswamy zur Medical School in Tanjore um Medizin zu studieren. Er war außerordentlich fleißig und ging selbst in den Semesterferien nicht nach Hause. Er wollte diese Zeit unbedingt im Hospital verbringen. Kuppuswamy hatte in all seinen Fächern Bestnoten. Er verfügte über mehr Wissen als Doktoren mit ihren begehrlichen Titeln. Kuppuswamy machte sein M.B., C.M. Er praktizierte in Tiruchi. Während seiner Praxis brachte er ein medizinisches Journal heraus (The Ambrosia).

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Doktor in Malaysia

Kurz nach dem Tod seines Vaters folgte er 1913 einem Ruf nach Malaysia. Dort übernahm er die Leitung eines Hospitals einer Gummiplantage. Der junge Arzt arbeitete schwer. Alle Menschen glaubten, dass er eine besondere Gabe von Gott für die wundervollen Genesungen haben müsse, die seinen Patienten widerfuhren. Sie beschrieben ihn als einen freundlichen und sympathischen Doktor von charmanter, majestätischer Persönlichkeit. In seiner privaten Praxis behandelte Dr. Kuppuswamy auch die Armen, ohne dass sie etwas dafür bezahlen mussten.

Neben seinem geschäftigen Leben, diente Dr. Kuppuswamy Sadhus, Sannyasins und Bettlern. Eines Tages gab ihm ein Sadhu das Buch "Jiva Brahma Aikyam" von Swami Satchidananda. Dieses entfachte die Spiritualität in ihm. Daraufhin befasste er sich mit Texten von Swami Rama Tirtha, Swami Vivekananda, Sankara, Jesus Christus und mit anderen theologischen Schriften. Er war sehr gewissenhaft, was seine täglichen Verehrungen, Gebete und Yoga-Übungen anging. Das Studium der heiligen Schriften, wie der Gita, Mahabharata und der Ramayana, erledigte er mit großer Hingabe. Manchmal suchte er Nandan Charitam und sang Bhajans und Kirtans. Er praktizierte Anahat Laya Yoga und Swara Sadhana.

Nichts konnte ihn erregen. Sein Herz war rein wie der Schnee aus den Himalajas. Seine außerordentliche Menschenliebe, sein Geist des Dienens und des Verzichts machte ihn bei allen Menschen beliebt. Die Leute nannten ihn liebevoll "Herz der Liebe".

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Dr. Kuppuswamy zieht sich zurück

Die Tage vergingen. Er dachte immer mehr über das Leben nach und wollte sich von der Welt zurückziehen. Sein Herz war durch das liebevolle Dienen gereinigt. Letztendlich entsagte Dr. Kuppuswamy 1923 der Welt, verließ Malaysia und ging zurück nach Indien. Er ging auf Pilgerreise. In Dhalaj traf er einen Postbeamten und blieb für einige Zeit bei ihm. Er arbeitete als Koch für den Postbeamten. Als der Doktor ihn nach einem einsamen Ort zur Meditation fragte, schlug der Postbeamte ihm schließlich vor, nach Rishikesh zu gehen.

Dr. Kuppuswamy erreichte Rishikesh schließlich am 8. Mai 1924. Am 1. Juni 1924 trat sein Guru Sri Swami Visvananda Saraswati in sein Leben. Der Doktor sah seinen Guru in dem Mönch und der Mönch sah in dem Doktor seinen Schüler. Nach einem kurzen Wortwechsel wurde Dr. Kuppuswamy von Swami Visvananda in den Sannyasa-Orden eingeführt. Dr. Kuppuswamy wurde fortan Swami Sivananda Saraswati genannt.

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Sadhana (Übungen)

Swami Sivananda aß um zu leben und lebte für den Dienst am Menschen. Eine kleine verfallene Hütte, die von anderen gemieden wurde, weil sie von Skorpionen bevölkert war, schütze ihn vor Regen und Sonne. Häufig fastete er tagelang. An manchen Tagen meditierte er zwölf Stunden. Doch trotz all seines intensiven Tapas vernachlässigte er nicht den Dienst an den Kranken. Nach Jahren intensivem und unermüdlichem Sadhana erreichte er die Glückseligkeit von Nirvikalpa Samadhi. Er war an das Ende seiner spirituellen Reise angekommen.

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Die Organisation

Swamiji reiste als Wandermönch kreuz und quer durch ganz Indien. Nach vielen Pilgerreisen kehrte Swami Sivananda 1936 nach Rishikesh zurück und gründete an den Ufern des Heiligen Ganges die Divine Life Society. Er fand eine alte verlassene und verwahrloste Hütte (Kutir), die zuvor als Kuhstall diente. Für ihn war es aber mehr als ein Palast, denn er hatte vier Räume. Er säuberte den Kutir und nahm ihn in Besitz. Dann suchten ihn eine Vielzahl von unverzagter Schülern auf, die an den Lebensbedingungen keinen Anstoß nahmen, und sich dann immer weiter ausbreiteten. Auf diese Weise begann das frühe Leben der Divine Life Society.

Aus diesen Anfängen wuchs die Society unmerklich weiter und ist jetzt das Hauptquartier einer weltumspannenden Organisation mit vielen Zweigen innerhalb und außerhalb Indiens. Die Divine Life Society wurde als Trust (e.V.) im Jahre 1936 mit seinen Hauptinteressen mit der Verbreitung von spirituellem Wissen und selbstlosem Dienst an die Menschheit eingetragen.

Die Veröffentlichung des monatlich erscheinenden Journals "The Divine Life" begann mit seinem Geburtstag im September 1938. Die Welt litt zunehmend unter dem zweiten Weltkrieg. Um den Friedenprozess und die Sehnsucht nach Frieden in der Welt und die geplagten Menschenseelen zu unterstützen, begann er am 3. Dezember 1943 mit dem Akhanda Mahamantra Kirtan (dem ununterbrochenen Singen von Hare Rama, Hare Krishna ...), was immer noch, auch jetzt, fortgeführt wird.

Swami Sivananda glaubte an eine Synthese aller Dinge im Yoga und in der Abschwächung menschlichen Leidens. Er fühlte jetzt die Notwendigkeit, den Menschen mit ayurvedischen Rezepturen aus den wenigen Kräutern der Himalajas zu helfen. Darum richtete er 1945 eine Apotheke für ayurvedische Pharmazie ein, die bis heute ins Unermessliche gewachsen ist und man den Anfragen kaum noch nachkommen kann.

Swami Sivananda strahlte seine göttliche und erhebende Botschaft durch seine Schriften, seinen Dienst an die Menschheit und Gottverwirklichung in die ganze Welt aus. Es entstanden mehr als dreihundert Bücher, Magazinreihen und Briefe.

Swamin Sivananda

Am 14. Juli 1963 verstarb die große Seele H.H. Swami Sivananda Maharaj in seinem Kutir am Ufer des Ganges im Sivananda Ashram.

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